Innovative Luftkanalnetzsanierung im BHW Hameln

m+p consulting Nord GmbH zieht positive Bilanz

In den Jahren 2001 bis 2006 wurden im BHW Hameln umfangreiche Kanalnetzsanie-rungen ohne größere Einschränkungen der raumlufttechnischen Versorgung erfolgreich durchgeführt. Dies wurde notwendig, da nach 30 Betriebsjahren die Kanäle nicht mehr dicht waren. Ein Leckluftvolumenstrom von etwa 25 % der Gesamtluftmenge von 400.000 m³/h wurde so nicht raumwirksam und verursachte zusätzliche Energiekosten. Die Ursachen für die undichten Kanalstellen waren schnell benannt, dennoch brauchte es zur Realisierung der aufwendigen Sanierungsmaßnahmen zusätzliche Vergleiche und Argumente.


Ursachen:

  • Längenausdehnung durch Temperaturunterschiede
  • Mechanische Beanspruchung durch Druckschwankungen
  • Einwirkung von feutchter / trockener Luft
  • Ständig wechselnde Kanallasten durch unterschiedlich Leistungsanforderungen


Bei 120.000 Betriebsstunden in 30 Betriebsjahren und einem Fördervolumenstrom von 800.000 m³/h (Zuluft und Abluft( ergibt sich insgesamt ein gefördertes Luftvolumen von 96.000.000.000 (96 Milliarden!) m³. Bei einer mittleren Dichte der Luft von 1,2 kg/m³ ergibt sich eine geförderte masse von 115.200.000.000 kg (115,2 Millionen Tonnen Luft). Um diese unvorstellbaren Massen zu bewegen, mussten bisher 60.000.000 kWh elektrische Arbeit aufgewendet werden. 

Neben dem klassischen Austausch von Kanalnetzteilen in zugänglichen Anlagenbereichen musste eine Lösung für die unzugänglichen ca. 30 m hohen Steigeschächte gefunden werden. Zusammen mit der Firma Kessler + Luch Hannover GmbH (heute HiServ Gebäudedienstleistungen GmbH, Standort Hannover) und der Firma Mekon Umweltservice GmbH aus Berlin konnte ein besonders innovativer Weg beschritten werden.

Mittels patentiertem Verfahren wurden die Steigkanäle, über die in den Etagen befindlichen Brandschutzklappen, videogesteuert abgedichtet. Umfangreiche Vergleichsmessungen zeigten, dass die Sanierung des Luftkanalnetzes erfolgreich war und der seit langem im BHW Hameln beschrittene Weg des effizienten Umgangs mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen fortgesetzt wird.

Durch die Sanierung des Kanalnetzes erhöhte sich die wirksam werdende Luftmenge um 20 %, was sich entscheidend auf die Verbesserung des Klimakomforts am Arbeitsplatz bzw. auf eine mögliche Arbeitsplatzverdichtung (Leistungsreserven) in den Büroetagen auswirkte.


Ansprechpartner:
m+p consulting Nord GmbH
Dipl.-Ing. Jörn Clauser
Dipl.-Ing. Michael Maschkowitz M.Eng.TM

+49 531 256 02 0