Neubau der Indischen Polarstation Larsmann Hill in der Antarktis

Ein Hamburger Team aus bof architekten mit IMS Ingenieurgesellschaft und M&P consulting konnten das weltweit offene Verfahren für den Neubau der indischen Polarstation bei den Larsemann Hills in der Antarktis für sich entscheiden. Dies wurde am 15. Februar 2007 bekannt gegeben.

Ein Hamburger Team aus bof architekten mit IMS Ingenieurgesellschaft und M&P consulting konnten das weltweit offene Verfahren für den Neubau der indischen Polarstation bei den Larsemann Hills in der Antarktis für sich entscheiden. Dies wurde am 15. Februar 2007 bekannt gegeben.

Die Station besteht aus 128 Seecontainern, die sowohl die Räumlichkeiten bilden, als auch das Tragwerk darstellen. Die große Mobilität und Flexibilität der Container ermöglichen den Transport und kurze Montagezeiten. Die Nutzungen sind klar strukturiert und gegliedert.

In der ersten Ebene befinden sich die Aufenthaltsbereiche mit 24 Einzel- bzw. Doppelzimmern, eine Küche mit Speisesaal, eine kleine Bibliothek, Lager- und Waschräume, ein Fitnessraum, Büros und eine Lounge. 

Darunter im ebenerdigen Geschoss befinden sich die Labore, Lagerräume, Technikflächen mit Energiezentrale und eine Werkstatt. Durch die gewählte Kompaktheit verkürzen sich die Wege, auch für die technische Leitungsführung. Aufgrund der extremen Bedingungen in der Antarktis durch niedrige Temperaturen und starke Winde sollen die Container mit einer laut Architekten „klimaoptimierten und aerodynamischen Haut aus Alu-Paneelen“ umhüllt werden. Die Stirnseiten sind verglast geplant, was einen ständigen Blick vom Speisesaal bzw. der Lounge auf Eis und Meer ermöglicht.

Die Innenräume sollen durch den Einsatz von Holz, Farben und viel Licht eine angenehme Arbeits - und Wohnatmosphäre erhalten. Die Station mit insgesamt 2.400 Quadratmetern soll im Frühjahr 2009 fertig gestellt sein. Von M&P wurde unter anderem das technische Versorgungskonzept einschließlich der Energiebilanz erarbeitet.