Neue Dampfzentrale mit beispielhafter Effizienz am Start

Trotz guter Betriebsführung und Instandhaltung sanierte Procter Gamble die Dampfzentrale im Werk Euskirchen.

Nach mehr als 30 Betriebsjahren, passten Leistung, Effizienz und Ersatzteilverfügbarkeit nicht mehr zu den aktuellen Fertigungsprozessen und den selbst gesteckten Nachhaltigkeitszielen. Herausgekommen ist eine neue Hochdruck-Dampfzentrale mit projektspezifischer Feuerungstechnik und minimalen Emissionen.

In der Produktionsstätte Euskirchen am Rand der Eifel werden mit über 1.200 Mitarbeitern im vollkontinuierlichen Schichtbetrieb Höschenwindeln und Feuchttücher der Marke Pampers® hergestellt.


Die Ausgangssituation
Die zentrale Dampfversorgung am Standort Euskirchen liefert Sattdampf für die Nutzungen Raumwärme (ca. 65 – 70 % der Jahresheizarbeit für Klimatisierung und Trinkwarmwasser) und Produktion (ca. 30 – 35 % der Jahresheizarbeit für Sanitisierung). Diese Erzeugung war gekennzeichnet durch:

  • umfangreiche Baugruppen der Errichtung 1975
  • zunehmend eingeschränkte Ersatzteilverfügbarkeit
  • Erzeugerkapazitäten nach aktuellem Bedarf
  • Gesamteffizienz und Stand der Technik

Aus den vorstehenden Merkmalen heraus ergab sich die Motivation zur grundsätzlichen Sanierung der Erzeugung und zur gezielten Optimierung des Wärmeverteilnetzes und der Wärmeumwandlung. Bei der Umsetzungsstrategie wurde darauf Rücksicht genommen, dass die Versorgung der Produktion durchgehend sichergestellt ist.


Das Zielkonzept
Die Sanierung wird genutzt, um wesentliche Rahmenbedingungen dem aktuellen Bedarf anzupassen und Effizienzpotentiale umfassend einzubinden:

  • Leistungsreduzierung auf 5,0 to./h
  • Leistungssplitt auf zwei erdgasgefeuerte Flammrohrkessel mit je-weils 2,5 to./h
  • Umrüstung der Hauptwärmeabnehmern von Dampfbeheizung auf Heizungswarmwasser
  • Einbindung von Wärmerückgewinnungsmaßnahmen (z. B. Druckluft)
  • Realisierung einer neuen Dampf-erzeugung mit Brennwertnutzung


Für das Engineering war die M&P Gruppe im Einsatz. Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an:

Andreas Gerhardy