„Regjo“ Interview mit Olf Clausen

In seiner Ausgabe 01.2013 veröffentlichte das Magazin Regjo ein Interview mit dem M&P Unternehmenssprecher Olf Clausen. Er erläutert die Energieeffiziensmanagementkonzepte der M&P Gruppe. Das Interview führte Klaus Sievers.

Der Zählerstand am 22. Januar 2013, 10 Uhr: 1.764.263,9 Tonnen CO2 eingespart. Der Zähler tickt auf der Web-Seite der technischen Unternehmensberatung M&P in Braunschweig.

So viele Emissionen wurden bisher mit rund 100 Projekten zur Energieoptimierung von Gebäuden eingespart, die M&P für große Industriekunden und Banken im In- und Ausland realisiert hat. Und wo viel Energie eingespart wird, sinken entsprechend auch die Emissionen.

Der Ticker auf der Web-Seite läuft im Sekundentakt weiter. „Wir sind beim Thema Energieeffizienz einer der führenden Dienstleister in Deutschland“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Olf Clausen selbstbewusst: „Seit der Unternehmensgründung vor 24 Jahren beschäftigen wir uns mit der Energieoptimierung, vor allem in der Kombination von Energieeinsparung und Gebäudeautomation. Wir haben also langjährige Erfahrungen und deshalb ein großes Know-how“. Mit einem konsequenten Energiemanagement seien Einsparungen von bis zu 30 Prozent durchaus realistisch, stellt Clausen fest. M&P entwickelt für die Kunden energetische Gesamtkonzepte, die die technische Infrastruktur sowie Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe im Unternehmen erfassen.

Und da die zunehmend vernetzt sind, müssen auch die wechselseitigen Wirkungen berücksichtigt werden. Clausen: „Das ist schon eine kreative Ingenieurleistung. Unser Vorteil: Wir haben mit unseren verschiedenen Geschäftsbereichen ein geballtes Wissen auch für sehr komplexe Lösungen“.

Im ersten Schritt werden zunächst Daten gesammelt und Ortsbegehungen gemacht. Eine erste Analyse ergibt Potenziale und Möglichkeiten, Zielkorridore zeichnen sich ab. Dann folgt die Detailanalyse, aus der eine Art Businessplan entsteht. Er gibt Antworten auf die Fragen: Was ist technisch machbar? Was bringt es an Einsparungen? Was kostet das Ganze?

Dabei geht es um eine Vielzahl von einzelnen Maßnahmen, über deren Realisierung der Kunde dann entscheiden muss. Nach Clausens Erfahrungen werden Einsparungen zu je einem Drittel durch Investitionen in neue Anlagen oder Gebäude, durch Sanierung und Instandsetzung sowie durch ein verändertes Betreiber- und Nutzerverhalten erzielt. Bei letzterem Punkt geht es beispielsweise um eine regelmäßige

Lüftung oder um eine maßvolle Klimatisierung und Beleuchtung von Räumen. Das Unternehmen entwickelt solche Konzepte, setzt sie für den Kunden um und begleitet ihn während des Betriebs - und zwar meist als Daueraufgabe. Clausen: „Das macht vor allem deshalb Sinn, weil sich die Energiewelt, was Märkte, Gesetzgebung und technische Entwicklung betrifft, immer rasanter verändert und zunehmend unübersichtlicher wird“.

Außerdem verlangt der Gesetzgeber ab diesem Jahr von Unternehmen den Nachweis von aktiven Energiemanagementsystemen, sofern sie steuerliche Vorteile nicht verschenken wollen. Häufig steigt M&P beim Kunden auch mit dem so genannten Contracting als Investor ein: Das Unternehmen finanziert neue Anlagen mit einer Art Leasing vor und übernimmt die komplette Energieversorgung.

Für IBM Deutschland hat man beispielsweise in zwei Werken neue und energiesparende Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-Anlagen errichtet, kauft auf eigene Rechnung die Energie dafür ein, veredelt sie und verkauft den Betrieben dann Strom, Wärme und Druckluft.

Für den multinationalen Konsumgüterhersteller Procter&Gamble hat M&P ein Systemkonzept entwickelt, mit dem alle Betriebe des Konzerns CO2-frei werden, berichtet Clausen. Das bedeute einen grundlegenden Technologiewandel...


Den gesamten Bericht können Sie hier durchlesen:

Grün aus Überzeugung

Magazin Regjo

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