Gebäudetechnik im Dienst der Wissenschaft

Infektionsforschung in sicherer Umgebung

Infektionskrankheiten bedrohen nicht nur die Gesundheit, sondern die globale Gesellschaft. Das hat die COVID-19-Pandemie gezeigt, die Viren können zu tödlichen Lungenschäden führen. Für Mykobakterien, die Erreger der Tuberkulose, gilt das Gleiche. Ihre Erforschung steht im Fokus des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Mykobakterien in Borstel. Schwerpunkte der für den Neubau zuständigen M&P Profis: effiziente Funktion und hohe Sicherheits­standards bei der Gebäudeautomation.

Mit jährlich rund 1,4 Millionen Opfern gehört die Tuberkulose nach wie vor zu den weltweit am häufigsten tödlich verlaufenden Infektions­krankheiten. Das NRZ ist an der Koordination von Maßnahmen zur Tuberkulosebekämpfung und -überwachung beteiligt. Darüber hinaus dient die Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft als supranationales Referenz­zentrum im Auftrag der Weltgesundheitsorgani­sation WHO. Der Laborneubau dient primär der Tuberkulosediagnostik, aber auch deren Weiterentwicklung und Bewertung. Bei dem technisch anspruchsvollen Projekt ist unser disziplinübergreifender Ansatz aus Engineering-, Energie- und Consulting-Knowhow einmal mehr Grundlage für den Erfolg:

  • Die Konzeption und Planung der energie- und gebäudetechnischen Anlagen gewährleisten die Erfüllung der Nutzeranforderungen.
  • Die Systemintegration der technischen Anlagen und Gewerke stellt ein gebäudeübergreifendes Sicherheits- und Betriebskonzept sicher.
  • Die gewerkeübergreifende Vernetzung von Anlagen und Komponenten ermöglicht unseren Auftraggebern eine einfache Bedienung, einen sicheren, effizienten Betrieb und eine komfortable Nutzung.

Aus einem komplexen, heterogenen System wird so ein homogener, flexibler und vor allem nachhaltiger Prozessablauf.

Die Forschung zu Diagnostik, Epidemologie, Antibiotikaresistenzen und neuen Wirkstoffen unterliegt hohen Sicherheitsanforderungen, die bei der Automation des hochmodernen Laborgebäudes in Borstel berücksichtigt werden müssen. Der besonderen Komplexität des Projekts wurde bereits in der Planungsphase in einem digitalen BIM-Modell Rechnung getragen. Damit konnten Funktionen und Szenarien simuliert und dem Nutzer mittels Virtual Reality die Wahrnehmung der Gebäudefunktionen digital ermöglicht werden.

Die im Betrieb generierten Informationen können in ein umfassendes Computer-Aided Facility Management (CAFM) integriert oder als Datenbasis mehrdimensionaler BIM-Anwendungen genutzt werden. So lässt sich das volle Potenzial digitaler Gebäudeautomation auch unter anspruchsvollen Bedingungen voll ausnutzen – beispielsweise auf relativ kleinem Raum und gemäß hoher Sicherheitsan­forderungen, wie beim Neubau des NRZ am Forschungszentrum Borstel.

„Alle für den Betrieb wesentlichen Anlagen und Controller sind redundant ausgeführt.“

Die Gebäudeautomation ist das Kernstück des Konzeptes und gewährleistet als Gehirn des Gebäudes die optimale Funktionalität. Mit ihr werden die betriebstechnischen Anlagen geregelt, überwacht und im Bedarfsfall gesteuert, Nutzer und Betreiber sind jederzeit online über den Zustand des Gebäudes informiert. Alle für den Betrieb wesentlichen Anlagen und Controller sind redundant ausgeführt, sodass Betrieb und Sicherheit jederzeit gewährleistet sind. Weiterhin werden Daten gesammelt, die eine optimierte Inbetriebnahme und eine wiederkehrende Prüfung im Gebäudebetrieb ermöglichen. Auch an dieser Stelle stellt eine herstellerneutrale Schnittstellenkommunikation die Kompatibilität mit weiterverarbeitenden Systemen sicher.

Neben der nötigen Sicherheit garantiert die Steuerungszentrale auch eine optimale Energieeffizienz des Gebäudes. So werden die Ventilatoren durch Auswertung von Filter­zuständen und Öffnungsgraden von Volumen­stromreglern bedarfsgerecht gesteuert. In Nebenbetriebszeiten wird eine Reduzierung der Volumenströme in den Räumen angestrebt.

Innovatives Engineering, Systemintegration und Digitalisierung – so schaffen wir Mehrwert für unsere Kunden: mehr Sicherheit, mehr Effizienz, mehr Komfort.

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