M&P im ewigen Eis

Antarctica

Der Leistungsumfang von M&P

  • Die vier internationalen Polarstationen Neumayer III, Bharati, Gondwana und GARS O’Higgins stattet die M&P Gruppe mit modernster Technik aus, wartet und saniert sie.

Neumayer III

 

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI) betreibt seit 1981 Forschungsstationen in der Antarktis. Die ersten Stationen, Neumayer I und Neumayer II, wurden als Röhrenkonstruktionen gebaut, die nach und nach im Schelfeis „versanken“ und zerdrückt wurden.

M&P gehörte zum Planerteam, das eine neue Station entwerfen sollte, die auf dem Eis steht und sich der wachsenden Schneehöhe anpassen kann. Unsere Aufgabe bestand darin, die komplette Gebäudetechnik für die Station zu planen: M&P entwickelte ein Komplettpaket, beginnend mit der Erzeugung von Trinkwasser und elektrischer Energie sowie der Beheizung über die Einrichtung einer professionellen Küche und Krankenstation bis hin zur Entsorgung des biologisch gereinigten Abwassers. Wenn der nächste Nachbar einige hundert Kilometer entfernt ist, die Außentemperatur bis auf ca. – 43 °C sinken kann und Windgeschwindigkeiten oft weit über 200 km/h betragen, bekommt die Zuverlässigkeit der geplanten Technik eine ganz andere Dimension – der nächste Service ist eben nicht direkt um die Ecke.

 

@ Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

@ Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

 

 

Bharati

 

2006 entschloss sich die indische Regierung, ihre dritte Polarstation Bharati in der Antarktis zu bauen. Die Braunschweiger Ingenieure von M&P erhielten dabei den Auftrag, die gesamte Gebäude- und Energietechnik der Anlage zu planen und den gesamten Bauprozess zu begleiten. Später wurde der Ingenieursvertrag noch um die Wartung erweitert. Zu der neuen Polarstation gehören neben Labors und Computerräumen auch eine Lounge mit Bar und Blick auf das antarktische Meer, Sauna, Kino und sogar eine Krankenstation mit OP. Die Technik von M&P sorgt dafür, dass für alle Räume genug Strom und Wasser vorhanden sind und die Temperatur in den Räumen stimmt. Ein Frischluftsystem mit Wärmerückgewinnung, eine Meerentsalzungsanlage, eine mobile Anlage zum Schneeschmelzen für Notfälle, drei mit Kerosin betriebene Blockheizkraftwerke und eine Notstromversorgung gilt es zu kontrollieren, zu warten und nach harten arktischen Wintern zu sanieren.

 

 

Gondwana

 

Auch das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe betreibt seit 1983 eine Forschungsstation in der Antarktis, die nur alle paar Jahre für Kampagnen in Betrieb genommen wird. Die Station sollte im Zuge einer Machbarkeitsstudie bewertet werden, mit verschiedenen Konzepten von einer sehr reduzierten Sanierung bis hin zu einem Teilneubau der Station. M&P gehörte zum Planerteam, das die Durchführung der Machbarkeitsstudie für die Technische Gebäudeausrüstung bearbeitete. Um sich ein detailliertes Bild von den notwendigen und realisierbaren Aufgaben machen zu können, wurde eine Bestandsaufnahme vor Ort durchgeführt. Unsere Aufgabe vor Ort war, die komplette Gebäudetechnik für die Station zu bewerten, um die wirtschaftlichste Variante zu entwickeln. Beginnend mit der Erzeugung von Trinkwasser, der Beheizung und der Erzeugung von elektrischer Energie über die Einrichtung einer Küche bis zur Entsorgung des biologisch gereinigten Abwassers entwickelte M&P ein Komplettpaket. Sehr hilfreich für die Entwicklung war hier die direkte Nähe zur geplanten Jang-Bogo-Station und zur Mario- Zucchelli-Station.

 

GARS O’Higgins

 

Das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrttechnik e. V. betreibt in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) seit 1991 die Forschungsstation GARS O’Higgins, die seit 2010 als Ganzjahresstation genutzt wird. Die Station sollte im Zuge einer detaillierten Bestandsaufnahme vor Ort bewertet werden. M&P wurde mit der Durchführung der Bestandsaufnahme und Bewertung für die Technische Gebäudeausrüstung beauftragt. Um uns ein detailliertes Bild von den notwendigen und realisierbaren Aufgaben machen zu können, führten wir eine gut vierwöchige Bestandsaufnahme vor Ort durch. Sehr hilfreich für die Entwicklung der Varianten war hier die direkte Nähe zur Station General Bernardo O’Higgins.