Unileben 4.0

Zukunftsweisende Planungsarbeit von M&P
für das neue MIN-Forum und Informatikum der Uni Hamburg.

Der Leistungsumfang von M&P

  • TGA-Planung LPH 3-8 für „MIN-Forum & Informatikum“
  • Alle KG-400-Anlagengruppen (außer Küchenplanung)
  • BIM-Modell als Planungs- und Berechnungsgrundlage
  • Besondere TGA: Mittelspannungsring, Sauerstoffreduktionslöschung, Abwärmenutzung Rechenzentrum, Betonkernaktivierung
  • LED-Kubus für AR-/VR-Forschung und Schalllabor

Im MIN-Forum zeigt sich, was möglich ist, wenn Architektur und Technik konsequent zusammengedacht werden. Die außergewöhnlich ausgeklügelte TGA-Installation hebt das Bauprojekt deutlich von vergleichbaren Vorhaben ab: intelligent vernetzt, präzise abgestimmt und auf höchste Effizienz ausgelegt. Sie bildet das unsichtbare Rückgrat des Gebäudes – leistungsstark, nachhaltig und zukunftsweisend. Das M&P Team hat in dem zusammenhängenden Gebäudekomplex die TGA und zahlreiche weitere Gewerke für kommende Wissenschaftsgenerationen in einer völlig neuen Dimension geplant – und das Projekt bis in die Betriebsphase hinein begleitet.

Schon das M&P Jahrbuch 2018/19 bewertete die Entwurfsplanung unseres Teams anerkennend mit „summa cum laude“. An dieser Auszeichnung hat sich bis zur finalen Realisierung des Projekts nichts geändert. Die Experten aus unserem Hamburger Büro – punktuell unterstützt von Kollegen aus der M&P Gruppe – zeigten, warum sie genau die richtigen Partner sind, um Forschung und Lehre zukunftsfähig aufzustellen. 

Aber der Reihe nach. Oder besser: Beginnen wir mit dem Ergebnis.

Ein neuer Ort des Lernens

Mit dem MIN-Forum und dem sieben- bzw. elfgeschossigen Informatikum ist ein öffentlich zugänglicher, vielfältig nutzbarer Hochschulstandort entstanden. Auf rund 45.000 Quadratmetern Nutzfläche für etwa 13.000 Studierende beinhaltet dieses Bauprojekt unterschiedlichste und sehr interessante Areale für Lernende, Lehrende und Mitarbeitende der Fakultäten Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. 

Prägende Kennzahlen und beeindruckende Merkmale im Überblick:

  • 7 Hörsäle und 29 Seminarräume mit einer Geschossfläche von ca. 2.400 m²
  • Ein mehrgeschossiger Bibliotheksbereich mit angrenzenden Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen für etwa 1.000 Studierende
  • Das Rechenzentrum mit einem leistungsstarken Verbund von bis zu 60 Serverracks und einer Kapazität von 1 MW Stromaufnahme sowie bis zu 300 kW Abwärmenutzung
  • Labor- und Reinräume mit technisch hochwertigem und sensiblem Equipment
  • Eine fast 900 m² große Mensa für die kulinarische Versorgung von bis zu 1.600 warmen Essen pro Tag

Die Hörsäle, Seminarräume, moderne Lernzonen und große Bibliothek ermöglichen eine zeitgemäße Lehre in einer modernen Arbeitsumgebung. Die bereits erwähnte Mensa ist öffentlich nutzbar und bindet auch die Menschen aus dem Stadtteil ein, wodurch sie den Campus zu einem lebendigen Teil Eimsbüttels macht. Das im Untergeschoss befindliche Data-Center des Regionalen Rechenzentrums (RRZ) verbindet beide Gebäude – ein technologisches Fundament, das die hochmoderne Infrastruktur zusammenführt.

Leuchtturmprojekt der M&P Gruppe

Das Prestigeobjekt der Hansestadt gilt zugleich als Vorzeigeprojekt für die interdisziplinäre Expertise und die Langstrecken-Kompetenz der M&P Gruppe. Bereits 2017 beauftragte die Gebäudemanagement Hamburg GmbH (GMH) M&P mit der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung in den Leistungsphasen 3 bis 8. Der Auftrag umfasste dabei alle Anlagengruppen der Kostengruppe 400 mit Ausnahme der Küchenplanung.

Unter der Leitung von Sven-Eric Korff führte das Hamburger M&P Team das Projekt über viele Jahre hinweg effizient und zielgerichtet voran. Dabei wurde die Planung kontinuierlich an sich ändernde Anforderungen angepasst und durch innovative Lösungen weiterentwickelt. Eine Auswahl dieser Planungsleistungen kann nun direkt in den fertiggestellten Gebäuden besichtigt und nachvollzogen werden.

BIM geht in die Uni

In Zusammenarbeit mit der M&P Tochter TGA 360° entschieden sich unsere Ingenieure aufgrund der Komplexität des Projekts früh für den Aufbau eines BIM-Modells der Gebäude, das den gesamten Baufortschritt Raum für Raum präzise dokumentierte.

Die digitale Koordination der Gewerke reduzierte Reibungsverluste und Kollisionen, machte Abläufe transparent und minimierte Fehler. Der Informationsstand in der Entwurfsplanung war für alle am Bau Beteiligten somit von Beginn an deutlich höher, was die Gefahr späterer Umplanungen, also Rückgriffe auf den Entwurf, stark minderte. So konnten bereits in der Entwurfsplanung Teile der Ausführungsplanung bearbeitet und die Massenermittlung im Rahmen der Vergabephase vorgezogen werden. Der Planungsablauf wurde also insgesamt beschleunigt. Da sowohl Leistungsherstellung als auch Objektüberwachung in der Hand von M&P lagen, entstanden höchstmögliche Synergien – insbesondere im Hinblick auf die Anschlussfähigkeit der TGA bis in die Betriebsphase hinein.

Komplexität auf vielen Ebenen

Die technischen, organisatorischen und externen Herausforderungen, im Rahmen unserer Planungsarbeit, waren enorm. Die beiden Baukörper erfüllen unterschiedliche bauordnungsrechtliche Anforderungen. Die gewünschte räumliche Offenheit machte technische Kompensationen nötig, um die Brandschutzvorgaben zu erfüllen.

Weitere Besonderheiten der TGA:

  • Anbindung an einen privaten Mittelspannungsring
  • Gas- bzw. Sauerstoffreduktionslöschungen
  • Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums
  • Betonkerntemperierung

Zudem beeinflussten Pandemie, Ukrainekrieg und Lieferengpässe immer wieder die Bedarfe von Vermieter- und Nutzerseite – und verlangten ständige Anpassungen der Planung.

Zeitgemäßes Studium: Ein Gebäude passt sich an

Ein Beispiel: In der ursprünglichen Planung war ein sehr großer Raum für eine Bibliothek vorgesehen. Ein steigender Digitalisierungsgrad und das veränderte Lernverhalten der Studierenden führten zu einem radikalen Konzeptwechsel. 

Eine Vielzahl der Bücherregale verschwand und die Fläche verwandelte sich in eine flexible Lernlandschaft mit Einzelbüros, Gruppenarbeitsplätzen und offenen Bereichen mit punktuellen Lernspots. Auch die Mensa musste neu gedacht werden: Klassische Kassen wichen intelligenten, personenlosen Selbstbedienungssystemen – ein Wandel, der nicht nur den Raumfluss, sondern auch die technische Ausrüstung veränderte.

Forschungslabore für die nächste Generation

Besonders anspruchsvoll in der Planung war für das M&P Team das sogenannte Cavelab – ein LED-Kubus für AR (Augmented)- und VR (Virtual Reality)-Forschung, ergänzt durch ein technisch anspruchsvolles Schalllabor.

„Ein solches Labor nicht auf einer grünen Wiese, sondern mitten in ein Hochhaus zu integrieren, inklusive aller Schallentkoppelungen, das war schon nennenswert komplex. Ich bin wirklich stolz auf unser Team, das innovativ und lösungsorientiert daran mitgewirkt hat“, sagt Sven-Eric Korff, Geschäftsführer von M&P Hamburg.

Parallel wurden sämtliche Hörsäle digital modernisiert, Beamer durch LED-Screens ersetzt und alle Medienanlagen vernetzt. Hybride Lehre – im Hörsaal, zu Hause oder weltweit – ist nun Hamburger Standard.

Entwurfsplanung summa cum laude

Wie startete M&P die Entwurfsplanung summa cum laude genau und wie beschleunigten unsere Engineering-Profis den Projektablauf beim MIN-Forum entscheidend? Das erfahren Sie hier.

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